Freitag, 7. Januar 2011

Chile im Währungskrieg

Für das Bild bedanken wir uns bei Wikimedia und beim B1mbo

Heute morgen las ich in der FAZ einen langen und ausführlichen Artikel mit dem provokativem Titel Chile steigt in den Währungskrieg ein

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung erklärt: "Der chilenische Peso gehörte im Jahr 2010 zu den stärksten Währungen. Nun will das Land gegen eine weitere Aufwertung intervenieren, obwohl sich die realen Tauschverhältnisse deutlich verbessert haben und der Peso noch nicht zu teuer ist".

Und danach: "Wie Notenbankchef Jose De Gregorio am Dienstag in der chilenischen Hauptstadt Santiago erklärte, soll die umfangreichste Devisenmarkt-Intervention in der jüngeren Geschichte des Landes bereits am Mittwoch starten. Bis Dezember will die chilenische Zentralbank durch tägliche Aktionen insgesamt zwölf Milliarden Dollar aufkaufen und so den Peso schwächen. Allein die Ankündigung der Aktion sorgte am Dienstag am Währungsmarkt für eine Abwertung des Peso von 4,4 Prozent auf 487 Peso je Dollar, am Mittwoch gibt er um weitere 0,7 Prozent nach auf 490 Peso je Dollar. Gegen den Euro verlor die südamerikanische Währung in den vergangenen beiden Tagen vier Prozent ihres Wertes auf zuletzt 648,2 Peso je Euro".

Der Journalist der FAZ lobt die Maßnahme: "Der Zeitpunkt für solche Maßnahmen ist gut gewählt. Denn die Spekulationen auf eine robuste Wirtschaftsentwicklung in aller Welt war in den vergangenen Monaten heiß gelaufen und hatte den Kupferpreis auf Rekordniveaus getrieben und den chilenischen Peso aufwerten lassen. Alleine schon aus technischen Gründen war eine Gegenbewegung wahrscheinlich".

Interessant ist auch folgender Artikel der FAZ Chilenischer Peso korrigiert mit dem Kupferpreis

Die Bildergalerie der Zeitung zu unserem Thema ist auch sehenswert.

Sehr interessant ist auch der Artikel der Financial Times Deutschland Chile kämpft gegen Dollar-Flut

Eine etwas kritischere Meinung aus CNN Chile:



MITARBEIT: Philipp Raap

Keine Kommentare: